schule eppendorf

GRUND- UND STADTTEILSCHULE EPPENDORF

klein anfangen - gemeinsam wachsen - groß rauskommen

„Wir können auch anders“ – 3. Jungen- und Mädchentag an der GSE!

Während die Mädchen der 7. Klassen schon seit vielen Jahren an der Berufs-Messe „Mädchenwirtschaft“ auf dem Elbcampus teilnehmen, durchliefen die Jungen – inzwischen zum 3. Male – ihr spezielles Alternativprogramm. Ob nun Schülerin oder Schüler, alle konnten sie am 12. April 2018 verschiedene Tätigkeiten und Fertigkeiten jenseits ihrer Rollenklischees kennen lernen und erproben.

Alles typisch Mann – von wegen?!
Alle Mädchen konnten sich über verschiedene (Handwerks-)Berufe informieren und einige Dinge ausprobieren. Es wurde gesägt, mit Teig und Draht geflochten / gestaltet und kleine Reinigungsmaschinen durften Probe gefahren werden. Die unterschiedlichsten Berufe waren dabei (Feuerwehr, Rettungsassistenz, Ingenieur, Uhrmacher usw.).

Die Fähigkeiten, die für diese (noch von Männern dominierten) Berufe notwendig sind, haben unsere Mädchen auch. Mit viel Freude haben sie die Berufe erforscht und sich informiert. Einige haben sogar Ideen für ihr erstes Schulpraktikum gefunden.

Oh, das ist doch auch was für Jungen
Der Tag für die Jungen war ein ganz besonderer Tag. Als sie erfuhren, dass sie die Kosmetik-Schule (HBK) besuchen würden, wunderten sie sich doch sehr. Dies sei doch nur was für Mädchen! Sehr schnell legte sich der Widerstand, als jedem Jungen eine Maniküre angeboten wurde. Neugierig beobachteten sie die Arbeit der Kosmetikerinnen und genossen nachher die weichen Hände und gepflegten Nägel!

In einem anderen Raum konnten sie sich auf bequemen Liegen über die Beschaffenheit ihrer Gesichtshaut aufklären lassen, bekamen auf Wunsch eine Gesichtsmaske und Pflege- und Ernährungstipps für ihren Hauttyp.

So etwas sollten wir öfters machen
Dass sie mal etwas nur mit Jungs alleine machen konnten, kam gut an. „So etwas sollten wir öfters machen“, konnte man an den Arbeitstischen hören. Es tat ihnen gut, sich mal vorurteilsfrei und ohne äußere Profilierungszwänge, dem Thema haushaltsnaher Tätigkeiten und sogenannter „Frauenberufe“ zu nähern und dabei Fertigkeiten zu lernen, die im Alltag durchaus Gebrauchswert haben: Knöpfe annähen, Hemden bügeln, den Körper pflegen und ein gesundes Essen zubereiten.

Insgesamt war es ein gelungener Berufsorientierungs-Tag, der am 26.4., mit dem traditionellen Girls- und Boys-Day, seine Fortsetzung fand.