schule eppendorf

GRUND- UND STADTTEILSCHULE EPPENDORF

klein anfangen - gemeinsam wachsen - groß rauskommen

3 Monate im Ausland – ein deutsch-französisches Abenteuer!

Seit fast drei Monaten besucht Agathe Plantier nun schon die 10. Klasse der Stadtteilschule Eppendorf. Die fast 16-jährige Schülerin aus Suze-la-Rousse (Département Drôme im südfranzösischen Rhône-Tal) besucht den gleichen Unterricht wie ihre Austauschpartnerin Hannah Rahlwes. Hannah wird zu Beginn des nächsten Schuljahres für drei Monate in Agathes Familie leben und mit ihr zur Schule gehen – so sieht es das Programme Brigitte Sauzay vor, bei dem sich beide für diesen Austausch beworben haben.
Wir haben die letzte Stunde im Französischkurs genutzt, um Agathe zu ihren Erfahrungen zu befragen:

Nicole: Was hat dir hier gefallen?
Agathe: Alles, Hamburg ist sehr schön. Aber in der Schule war es etwas langweilig, weil ich wenig verstanden habe.
Mats: Hat dir das Schulsystem in Deutschland mehr gefallen als in Frankreich?
Agathe: Es ist nicht die gleiche Kultur.
Paul: Waren wir erträglich oder anstrengend?
Agathe: Die Mitschüler hier sind lustig, in Deutschland ist es weniger anstrengend, in Frankreich gibt es mehr Stress, es ist anstrengender.
Soraya: Sind die Lehrer hier oder in Frankreich strenger?
Agathe: In Frankreich! Aber es gibt auch hier strenge Lehrer.
Luiza: Welcher Ort hat dir hier am besten gefallen?
Agathe: Planten und Bloomen und die Elbphilharmonie.
Pascal: Hättest du die Chance, nochmal einen Austausch zu machen?
Agathe: Ja, nach dem Abitur. Ich habe jetzt viele Prüfungen, aber danach. Ich würde dann gerne nach Berlin.
Frau Stephan: Wie war es für dich, in eine fremde Familie zu kommen?
Agathe: Oh, das ist eine andere Kultur! Hier habe ich eine Schwester, es ist eine andere Erziehung als in Frankreich, die Familie lebt zusammen; es ist toll, dass Hannahs Familie Pferde hat. Meine Eltern sind geschieden, meine Brüder studieren – es ist anders, als einzige noch mit Mutter und Stiefvater zu leben.
Mats: Wie lange hast du schon Deutsch?
Agathe: 2 Jahre eigentlich, aber dieses Schuljahr hatte ich kein Deutsch, ich hatte eine Pause. (Großes Erstaunen im Kurs, wie gut Agathe doch Deutsch spricht). Meine Sprache hat sich hier verbessert, ich kann viel mehr verstehen.
Frau Stephan: Was habt Ihr vor, wenn Hannah zu dir kommt?
Agathe: Wir wollen nach Paris und ans Meer fahren. Und die Provence anschauen, das ist sehr schön.
Frau Stephan: Hannah, wie war es für dich mit einer Austauschschülerin?
Hannah: Zuerst war es ungewohnt, immer jemanden neben sich herumlaufen zu haben (lacht und nimmt Agathe in den Arm, die beiden haben sich augenscheinlich sehr gut miteinander angefreundet).
Frau Stephan: Worauf freust du dich am meisten?
Hannah (lacht): Auf alles! Auch, mal etwas von den Eltern weg zu sein!
Frau Stephan: Was ist jetzt schon euer größter Lerneffekt?
Hannah: Ich habe zwar noch nicht mein Französisch verbessert, aber ich habe sehr viel über Erziehung gelernt.
Agathe: Ich habe sehr viel deutsche Musik kennen gelernt!
Léon: Wie bist du eigentlich auf die Idee gekommen, diesen Austausch zu machen?
Agathe: Ich liebe es zu reisen, ich möchte nicht mein ganzes Leben an einem Ort bleiben!

(aufgeschrieben von: Dr. Ina Stephan, Französischlehrerin)