schule eppendorf

GRUND- UND STADTTEILSCHULE EPPENDORF

klein anfangen - gemeinsam wachsen - groß rauskommen

Geschichte

In den Jahren 1909 bis 1912 wurde die Grund- und Stadtteilschule Eppendorf geplant und gebaut. Das Gebäude an der Löwenstraße diente als reine Jungen-, das an der Curschmannstraße als Mädchenschule. Jede Schule hatte einen eigenen Schulleiter, eigene Lehrer und einen eigenen Schulhof, die streng voneinander getrennt waren. Bereits drei Jahre nach der Eröffnung wurden die Schulen wieder geschlossen und in der Zeit des ersten Weltkrieges von 1914-1918 als Hilfslazarett genutzt. Aus ehemaligen Klassenräumen wurden Operations- und Krankenzimmer. Nach dem 1. Weltkrieg gehörte die Breitenfelder Schule unter dem Namen „Wendeschule“ zu den fünf Hamburger Versuchsschulen, während das heutige B-Gebäude (an der Löwenstraße) zur Regelschule wurde. Die „Wendeschule“ wurde von der Schulbehörde einer Gruppe junger, engagierter Lehrer um den Pädagogen Fritz Jöde auf deren Wunsch zur Verfügung gestellt, die von den damaligen Erziehungs- und Lehrmethoden erheblich abwichen. Ohne Zwang und Angst sollten die Kinder Inhalte lernen, die sie selber bestimmten. Prügelstrafen und Zensuren wurden abgelehnt. 1929 wurde allerdings der Schulversuch aus eigener Entscheidung beendet.

Den 2. Weltkrieg überstanden die Gebäude ohne wesentliche Schäden, so dass 1946 der Schubetrieb wieder aufgenommen werden konnte. Beide Schulen (Löwenstraße und Breitenfelder Straße) waren Volks- und Realschulen mit Klasse 1-10, das Gebäude an der Curschmannstraße wurde ein Mädchengymnasium. 1965 verlegte die Behörde die Schule Löwenstraße in die neugebaute Corvey-Schule, da die Schülerzahlen so hoch waren, dass die Schülerinnen und Schüler nicht mehr alle Platz finden konnten. Große Umbaumaßnahmen führten währenddessen dazu, dass Fachräume, Werkstätten, Sprachlabore und Informatikräume geschaffen wurden.

1987 wurde der Antrag gestellt, die Schule Breitenfelder Straße in eine Gesamtschule umzuwandeln. 1989 führte dieses Bemühen nach Überwindung erheblicher Widerstände zum Erfolg. Die Gesamtschule Eppendorf wurde gegründet.

1988 wurde das Gymnasium Curschmannstraße wegen rückläufiger Schülerzahlen geschlossen. Zunächst war geplant, dass das Gebäude vom UKE genutzt werden sollte. 1989 schließlich wurde das Gebäude ein Teil der Gesamtschule Eppendorf.

Mit Beginn des Schuljahres 2010/2011 wurde die Gesamtschule Eppendorf in die Stadtteillschule Eppendorf umgewandelt.

Die Grund- und Stadtteilschule Eppendorf stellt sich als eine große, lebendige Schule dar mit einem Einzugsgebiet der Schülerschaft, das weit über Eppendorf hinausgeht.