schule eppendorf

GRUND- UND STADTTEILSCHULE EPPENDORF

klein anfangen - gemeinsam wachsen - groß rauskommen

Weimarfahrt 2014

150 Zehntklässler und 13 Lehrer auf Goethes Spuren in Weimar

Die Studienreise nach Weimar in Jahrgang 10 ist seit vielen Jahren Tradition an unserer Schule. Auch in diesem Schuljahr haben sich sieben Klassen auf den Weg gemacht, um in Weimar hautnah die deutsche Literaturgeschichte zu erspüren. Auch ein Besuch der Gedenkstätte Buchenwald gehört selbstverständlich dazu.

Kaum angekommen, begann das umfangreiche und gut vorbereitete Programm mit einem Stadtspaziergang. Es war für mich als Deutschlehrerin sehr beeindruckend, als zum Beispiel Bennet vor dem Goethe und Schiller Denkmal stehend seine Mappe aus dem Rucksack holte, um vor Ort sein zu Hause vorbereitetes Referat über Goethe vorzutragen.

KlassenfahrtGoetheSchiller

Als wir dann am nächsten Tag vor dem Liszthaus standen, konnte man sich gut vorstellen, wie Liszt hier gelebt und komponiert hatte. Darüber hatte Felix zu Hause intensiv recherchiert.

Auch die Elemente der Bauhausarchitektur prägten sich den Schülern viel besser ein, als sie an den Gebäuden stehen blieben und der Spezialist Anton die typische Bauhausforme erklärte. Lea erzählte ihren Mitschülern über Schillers Leben, was dann in der Führung durch das Schillerhaus wieder aufgenommen wurde und für die Jugendlichen greifbar wurde.

 

Einen halben Tag wurden wir in kleinen Gruppen über die sehr beeindruckende Gedenkstätte Buchenwald geführt. Nach einem einführenden Film ging es dann bei eisiger Kälte und zum Glück bei Sonnenschein mit einem Guide auf das KZ Gelände. Selten habe ich meine Klasse so aufmerksam den bedrückenden Schilderungen zuhören sehen, wie an diesem Tag. Immer wieder hörte ich leise Ausrufe wie „Man ist das krass –so habe ich mir das nicht vorgestellt.“, denn natürlich haben sie schon im PGW Unterricht den Holocaust behandelt. Die mit weißen Rosen geschmückte Gedenktafel, von unten beheizt und in den Boden eingelassen, verleitete uns die Hände darauf zu legen, um sie zu wärmen. Als wir dies gerade taten, sagte unser Guide: „Nun verneigt ihr euch vor den Toten.“ Dies war wohl einer der beeindruckendsten Momente auf unserer Reise und dem einen oder anderen standen die Tränen in den Augen.

KlassenfahrtBuchenwald

 Aber es gab auch Freizeit während der viertägigen Reise. Einige von uns trafen sich abends zum Bowling, andere erkundeten die Stadt auf eigene Faust. Manche waren von dem anstrengenden Programm so erledigt, dass sie nur noch in der Jugendherberge „chillen“ wollten –das war auch okay, während sich ein Teil der Gruppe im Theater die Freudschaft zwischen Goethe und Schiller in einem satirischen Stück zu Gemüte führte. Und natürlich gab es auch Regeln für diese große Gruppe, die wir Lehrer immer wieder einfordern mussten!

Für mich war es meine erste Weimarreise mit einer 10. Klasse. Mein Fazit: Diese Tradition sollten wir uns bewahren. Es ist ein gutes Beispiel dafür, wie Unterrichtsinhalte für Jugendliche erlebbar und spürbar werden können.

Karin Femers und die Sportklasse 10e

 

Kommt Zeit, kommt Rat (Johann Wolfgang von Goethe)
Wer will denn alles gleich ergründen!

Sobald der Schnee schmilzt, wird sich’s finden.
Hier hilft nun weiter kein Bemühn! 

Sind’s Rosen, nun, sie werden blühn.